Kategorie: Musik

  • Big Cream – What A Mess

    Big Cream

    Auf ihrer Facebookinfoseite haben Big Cream unter Genre „80s/90s Indie Rock“ eingetragen. Das Trio aus Bologna meint damit die schräge amerikanische Variante, denn Big Cream klingen, als hätten sie sich intensiv mit Hüsker Dü, den frühen Lemonheads und Dinosaur Jr beschäftigt. Die Gitarren gniedeln leicht schräg und mit viel Effekten, die Drums scheppern und unter dem Krach lugt die Melodie hervor.

    Ende Januar erschien die EP „Creamy Tales“ der drei gerade mal 20-jährigen Freunde. Zum Opener „What A Mess“ gibt es ein nettes Video, und die komplette EP kann bei Bandcamp für wenig Geld erworben werden (hier auch als CD, da auch als Kassette)

    Big Cream: Facebook

  • The Cheaters – Hooked

    The Cheaters

    Erst vor etwas über einem Monat hatte ich die Norweger The Cheaters hier im Blog. Seitdem bin ich dem mitreißendem Sound des Trios verfallen. Das ist einfach toll, was die Band da abliefert, eine infektiöse Mischung aus Sixtiesbeat, Punk und Pop, wie sie sicher auch viele andere machen. The Cheaters haben aber das gewisse Etwas, diese geheime Zutat, die den Sound originär macht.

    Das neue Album heißt „Hooked“ und erschien letzten Monat. Zum gleichnamigen Song hat die Band vor ein paar Tagen ein Video veröffentlicht.

    (Die Band ist auch live eine Wucht. Ich hatte vor drei Tagen das Vergnügen, sie in Hannover als Support von Spidergawd zu sehen.)

    The Cheaters: Webseite / Facebook

    Foto: Anne Valeur

  • The Kills – Doing It To Death

    The_Kills_1200

    Heute haben The Kills ihr 5. Album angekündigt. „Ash & Ice“ wird am 3. Juni erscheinen und kann ab sofort über die Webseite des Duos vorbestellt werden. Das Vinyl macht einen sauschicken Eindruck.

    5 Jahre haben Alison Mosshart und Jamie Hince für das neue Album gebraucht, unter anderem weil Hince 5x an der Hand operiert wurde, wodurch er das Gitarrespielen mit einem permanent lädierten Finger neu lernen musste.

    Die erste Single ist äußerst vielversprechend und zeigt die beiden in Bestform. „Doing It To Death“ ist einfach großartig und hat ein ebensolches Video verpasst bekommen!

    The Kills: Webseite / Facebook

  • Trümmer – Grüße aus der Interzone

    Truemmer_von_Alexandra Kinga Fekete

    Die wunderbaren Trümmer, die ich in meinem Alter wahrscheinlich noch als Nachwuchsband bezeichnen darf, und zwar als eine der vielversprechendsten hierzulande, werden am 29. April ihr 2. Album „Interzone“ veröffentlichen. Heute erschien die erste Single „Grüße aus der Interzone“. Der Song ist super und wird die diversen Indietanzflächen (hoffentlich) ganz formidabel zum Kochen bringen.

    Das Leben ist ein Spiel
    Ich hab leider verloren
    Ich schick‘ Dir Grüße aus der Interzone
    Ich hab leider keine Zeit, verzweifelt zu sein
    Schöne Grüße aus der Interzone

    Im dazugehörigen Video ist die Interzone in einem Billardcafé in Hamburg-Bahrenfeld.

    Im Oktober sind Trümmer auf Tour:

    12.10.2016 Hannover, Lux
    13.10.2016 Wiesbaden, Schlachthof
    14.10.2016 Köln, Gebäude 9
    15.10.2016 Münster, Gleis 22
    16.10.2016 Leipzig, Felsenkeller
    18.10.2016 A-Salzburg, Rockhouse
    19.10.2016 München, Ampere
    20.10.2016 A-Innsbruck, Weekender
    22.10.2016 A-Vöcklabruck, OKH
    24.10.2016 A-Wien Fluc
    25.10.2016 CH-Zürich, Werk 21
    26.10.2016 Stuttgart, Keller Klub
    28.10.2016 Hamburg, Uebel & Gefährlich

    Trümmer: Webseite / Facebook

  • Parfum Brutal – What We Are

    Parfum_Brutal

    „What We Are“ beginnt mit der großartigen Stimme von Sängerin Kassandra Papak, die außerdem noch Geige bei Parfum Brutal spielt. Dann setzen nach und nach die Instrumente sowie ein männlicher Counterpart ein, und der Song baut sich weiter und weiter auf, bis er ganz groß über allem zu schweben scheint. Nach dem ersten Hören war ich ziemlich sprachlos und habe dann direkt auf Repeat geklickt. Was für ein Song! Sehr reduziert und trotzdem so dicht, einfach toll!

    Parfum Brutal kommen aus Berlin, Dortmund und Köln und existieren bereits seit 2007. Mitglieder der Band sind Kassandra Papak (Geige/Gesang), Philip Mancarella (Rhodes/Synthesizer), Bruno Bauch (Gitarre), Arno Bauch (Schlagzeug).

    Im Video sind übrigens die Eltern der Musiker zu sehen. Das neue Album „Into Earth“ erscheint am 11. März.

    Parfum Brutal: Webseite / Facebook

  • Summer Cannibals – Go Home

    Summer_Cannibals

    Ich verfolge die Band Summer Cannibals jetzt seit 2013. Seitdem hat das Trio aus Portland 2 Alben auf dem eigenen Label New Moss Records veröffentlicht. Vor ein paar Wochen las ich bei Facebook, dass sie zusammen mit den Thermals in den USA auf Tour gehen. Cool, dachte ich da, es geht voran, und die Band hat das verdient.

    Heute haben Summer Cannibals ein neues Album angekündigt. Mit der neuen Scheibe sind sie bei Kill Rock Stars untergekommen und jetzt Labelkollegen von The Thermals. „Full Of It“ wird die dritte Scheibe heißen, und „Go Home“ die erste Single. Auf der wird ordentlich Druck gemacht. Da war wohl etwas mehr Geld für die Produktion da, das klingt nicht mehr so Lo-Fi wie früher. Das ist heavy und steht der Band um Sängerin Jessica Boudreaux ziemlich gut. Ein grandioser kraftvoller Vorbote auf das Album.

    Summer Cannibals: Webseite / Facebook

  • The Blood Arm – What Kind of Animal R U?

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    The Blood Arm. Ursprünglich in Los Angeles gegründet und bereits mehrere Alben auf dem Buckel. Vor ein paar Jahren nach Berlin gezogen und mit Drummer Sebastian Völkers und Bassist Ferdinand Kumpfmüller zwei neue Bandmitglieder an Bord.

    Am 12. Februar erschien Album Nr. 5 „Kick ‚ em in the Sunglasses“. Es ist eine Reise durch das Berliner Nachtleben, was sich auch in Songtiteln wie „Schönhauser Allee“ oder „Nachtbus 5AM“ äußert. Und jetzt gibt es ein Video zu „What Kind Of Animal Are You?“, ein Song der vor Sexyness trieft und mir auf Anhieb hervorragend gefällt.

    The Blood Arm: Webseite / Facebook

  • Sego – Stars

    Sego

    Zu Beginn ein paar flirrende Töne, die neugierig machen. Ein schöner sanfter und flotter Beat mit hübschen Gitarrenlicks setzt ein. Ich denke zunächst an Paul Simon, dann an Vampire Weekend. Die Snare kommt dazu, und der Song bekommt mehr Drive. Kopfnicken und ein Lächeln. Paul Simon und Vampire Weekend sind verschwunden, das Kopfnicken und das Lächeln bleiben. Ein toller kleiner Indiesong!

    Der Song heißt „Stars“ und kommt von Sego. Zwei EPs hat das Duo aus LA bisher veröffentlicht. „Stars“ ist die erste Single des kommenden Full Length Debuts. Das Album „Once Was Lost Now Just Hanging Around“ folgt am 4. März.

    Sego: Webseite / Facebook / Bandcamp

  • Terrorgruppe – Schlechtmensch

    Terrorgruppe

    Die Terrogruppe mit ihrem Song „Schlechtmensch“. Schönes Statement!

    Etwas Gutes tun kann doch so einfach sein (und ist by any means necessary).
    Mit dem Powerpop von „Schlechtmensch“ stellt sich TERRORGRUPPE bewusst in die musikalische Tradition früher englischer New Wave Songs von Joe Jackson, Police oder Elvis Costello gegen Ende der 70er, Moll-Akkord Gitarren-Riff und 60ties Orgel treffen Hook-Refrain. Damals, um 1979 / 1980 wurden Englands Städte von rechten Aufmärschen, rassistischer Propaganda und Gewalt gegen Emigranten erschüttert. Punk- / New Wave- und Ska-Szene mobilisierten mit „Rock Against Racism“ Festivals und Aktionen dagegegen.
    „SCHLECHTMENSCH“ handelt von aktuellen Ereignissen und wahren Erlebnissen bei diversen Reisen durch Dunkeldeutschland anno 2015 / 2016.
    Regisseur Dennis Schmelz verlegt den Text in ein hasserfülltes Boxtraining mit versöhnlichem Ende. Wenn die Umstände dazu zwingen, dann kann man gar nicht hart genug dafür trainieren GUT zu werden in der Disziplin „die Schlechtmenschen an ihrem schlechten Tun hindern“.

    Terrorgruppe: Webseite / Facebook

  • SWMRS – Drive North

    SWMRS_Credit_Alice-Baxley

    Das Album „Drive North“ von SWMRS erschien letzten Freitag. Es ist ein halbes Debütalbum, das erste unter diesem Bandnamen. Vorher nannten sich die vier Jungs aus Kalifornien Emily’s Army, und unter diesem Namen haben sie bereits 2 Alben am Start. Zu der Band gehören die Brüder Cole und Max Becker, Sebastian Mueller und Joey Armstrong. Letzterer ist der Sohn von Green Day Billy Joe Armstrong. Alle Bandmitglieder sind immer noch blutjung, irgendwas um die 20 Lenze.

    „Drive North“ ist ein ziemlich geiles und abwechslungsreiches Punkrockalbum. Es wurde vom FIDLAR Frontmann Zac Carper produziert. Der Titeltrack ist ein roher, rotziger und mitreißender Kracher!

    SWMRS: Webseite / Facebook
    Foto: Alice Baxley